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Ausgaben Titel

Die   Zeitschrift für materialistische Ethik

 
Erinnyen  

ist 1985 zum ersten Mal erschienen. 

Sie stand unter dem Motto:       

Von der Notwendigkeit einer materialistischen Ethik, damit aus dem Traum der Vernunft kein Albtraum wird.

Seitdem sind 19 Ausgaben erschienen, die jeweils einen Themen-Schwerpunkt haben. Die "Erinnyen" erscheinen in zwangloser Folge, weil sich geistige Prozesse nicht nach äußerlichen Terminen richten können. Zu allen Nummern sind noch Restexemplare vorhanden und können bestellt werden.

Erinnyen Nr. 1

Inhalt der bisher erschienenen Ausgaben

 Erinnyen Nr. 1,  1985  

Diese Nummer gibt eine Begründung, warum eine materialistische Ethik und die Reflexion einer sozialistischen Moral notwendig sind.  (1,75 €)

Erinnyen Nr. 2,  1986:

Der Begriff des "Glücks" in einer materialistischen Ethik. Unter anderem ein Aufsatz übe Epikur   (1,75 €)

Erinnyen Nr. 3,  1987/88

Kritik der Gottesbeweise und der Religion sowie des akademischen Irrationalismus   (1,75 €)

Erinnyen Nr. 4,  1989

Die ethischen Prämissen der Marxschen Kapitalanalyse   (1,75 €)

Erinnyen Nr. 5,  1990

Die philosophische Aneignung der Wirklichkeit und die Kritik der herrschenden Philosophie-Didaktik   (2,-€)

Erinnyen Nr. 6,  1991

Das Ende der DDR. Vorstellung eines "Lehrbuches zur Einführung in die Philosophie" mit einem Auszug:  "Die Urteilslehre"   (2,- €)

Erinnyen Nr. 7, 1992

Instrumentelle Vernunft und Sozialismus - der logische Empirismus von Otto Neurath. Das Versagen des intelligiblen Charakters   (2,- €)

Erinnyen Nr. 8,  1993

Transformation der Naturwissenschaften in Technologie. Geschichtsphilosophische Reflexion. Gewalt in der bürgerlichen Gesellschaft   (2,- €)

Erinnyen Nr. 9,  1995

Elemente faschistischer Kontinuität.  Chemiker an der Heimatfront   (2,-€)

Erinnyen Nrn. 10 - 14,  2001

Ethik des Widerstandes. Abriß einer materialistischen Moralphilosophie   (15,- €)

Zu den Ausgaben 15 ff. siehe unter Ausgaben...

 

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Textproben

Alle Ausgaben der Erinnyen enthalten Aphorismen, in denen auf ein konkretes Problem eingegangen wird. Gedanke und Beispiel schießen hier zusammen. Aphorismen sind nicht nur Illustrationen von Theoremen, sondern zeigen die Inkommensurabilität der Situation in der ein theoretischer Gedanke nur als Kritik anwesend sein kann. 

Inhalt 

 Titelbild Nr. 4    

"Why not"     

Editorial der Erinnyen Nr. 8    

Der tragische Tod

Erinnyen Nr. 4

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Aus den Erinnyen Nr. 1     

"Why not"

Wer diesen Slogan auf seinem T-Shirt trägt, will damit sagen, daß alles erlaubt ist, was sie oder er tut. Und wenn etwas nicht erlaubt sein sollte, dann muß der, der das Verhalten mißbilligt, beweisen, daß es falsch ist. Die Beweislast wird also wie im Strafprozeß dem Ankläger auferlegt. Doch kann dieser für den Strafprozeß richtige Grundsatz auch für die Moral gelten? Heißt das nicht, man handelt prinzipienlos? Sollte der Einzelne nicht wenigstens für seine wichtigsten Lebensentscheidungen seine Vernunft benutzen? Fallen nicht alle unsere Handlungen auf eine unreflektierte Spontaneität herein, die von der bestehenden sozialen Wirklichkeit durchdrungen ist? Auf wessen Kosten handeln wir von wem beeinflußt?

Der Why-not-Mensch stellt sich diese Fragen nicht, er hat sich bereits integriert und ist dem Schein der kapitalistischen Gesellschaft aufgesessen: laisser-faire, laisser-aller.

 

Aus dem Editorial der Erinnyen Nr. 8

Das deutsche Militär will weltweit mobil machen, wir mobilisieren unsere verlegerische Tätigkeit dagegen. Der Übergang vom Handelsimperialismus zum Kriegsimperialismus verlagt: die "letzte Konsequenz soldatischen Dienens", nämlich den Tod auf dem Schlachtfeld, "dürfen wir nicht länger verdrängen oder tabuisieren", so ein General (laut Konkret  3/93).  (...) 

Als ich die Texte für diese Ausgabe zusammenstellte, ergab sich, daß sie alle etwas mit dem Thema Gewalt zu tun hatten. Das ist kein Zufall. Eine Zeitschrift, die Aktualität nicht auf die neueste Sensation reduziert, sondern das aussprechen will, was historisch an der Zeit ist, eine solche Publikation muß auf die Steigerung der Gewalt in den sozialen Verhältnissen der BRD reagieren. Rassismus und Nationalismus der politischen Rechten und eines Volksmobs, steigende Kriminalität und vor allem die Erweiterung des Kriegstheaters für das deutsche Militär erzwingen die Reflexion der Gewaltförmigkeit der Gesellschaft. Einer philosophischen Zeitschrift steht es aber nicht an, die neuesten Schreckensmeldungen zu präsentieren; sie konzentriert sich auf die menschenfeindlichen Prinzipien, weil die veröffentlichte Meinung meist in den brutalen Erscheinungen befangen bleibt.

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Aus den Erinnyen Nr. 9

Der tragische Tod

Kein Politiker wagt es mehr, den Tod eines Menschen ohne das schmückende Beiwort "tragisch" auszusprechen. Geheuchelte Betroffenheit schlägt in die Sprache durch. Ein Theaterbegriff soll die Bewußtseinssoße kaschieren. Die Journaille als Sprachrohr der politischen Elite übernimmt begierig jeden neuen Trend an der Stilblütenfront: Der Krebskranke entschlief tragisch im Bett. Wenn ein Reifen auf der B 6 platzt, ist das ein tragischer Unfall. Oma Hippe erlitt tragischen Tod auf der Intensivstation, der Anästhesist hatte statt Lachgas tödlich wirkenden Weingeist eingetröpfelt. Bricht sich ein Hund ein Bein, prompt steht in der Zeitung: Hund stolperte tragisch. Das Tragische am "tragischen Tod" von DGB-Chef Heinz-Werner Meyer kann deshalb nicht mehr überraschen.

Die inflationäre Benutzung des Wortes 'tragisch' macht es inhaltslos. Galt früher die Journalistenregel: Bevor du ein Beiwort schreibst, frag erst den Chefredakteur; so gilt heute umgekehrt: schreib Klischees und laß die Adjektive tanzen. Denn gab es vordem noch den Anspruch, eine Sache darzustellen (er wurde meist auch nicht erfüllt), so ist dieser längst verschwunden, es gilt jetzt nur noch Stimmung und Betriebsklima zu verbreiten. Die Steigerung im Jargon, das ist Anhäufung von Phrasen, und die völlige Gedankenlosigkeit, ist das eigentlich Neue des gegenwärtigen Sprachgebrauchs in der Öffentlichkeit. Ist es Wahnsinn, so enthält es doch einen Zweck. "Tragisch" wird zur adäquaten Wunderwaffe, die Volksgemeinschaft auf die Erhabenheit des Todes, die nicht nur jeder General braucht, einzustimmen. Anscheinend haben wir diese Ästhetisierung des Grauens wieder nötig.

Tatsächlich ist 'tragisch' ein Begriff der Poetik. Er drückt einen unlösbaren moralischen Konflikt aus, an dem der literarische Held zu Grunde geht. "Weil ich fromm handelte, wurde ich schuldig", sagt Antigone in der Tragödie von Sophokles. Der antike Held stirbt auf der Bühne an den Konflikten, damit das Publikum sie besser bewältigen kann.

Spricht man vom "tragischen Tod" eines wirklichen Menschen, dann ist dieser Begriff noch nicht einmal als Analogie zum Theater richtig. Denn Tragik setzt feste moralische Charaktere voraus, während wir doch im Zeitalter der kapitalistischen Massenkultur zu Opportunisten geworden sind und Moral längst instrumentalisiert, also zum bloßen Mittel der Manipulation gemacht haben. Nennt man den Tod eines Menschen "tragisch", so macht man sich über ihn lustig. Man sagt tatsächlich, daß dieser Mensch auf der Bühne gestorben ist, also noch unter uns herumläuft, während er doch längst im Grab vermodert...

Man stelle sich vor, der DGB-Chef Meyer wäre wirklich nur tragisch gestorben, dann könnte er jeden Augenblick durch die Tür wieder eintreten und sich für die süffisanten Beileidsbekundungen rächen, die seine Konkurrenten um den Chef-Posten ausgestoßen haben. Er könnte zu antiker Größe aufsteigen, gar zum Klassenkämpfer und "tragischen" Held werden. Stattdessen stirbt er wirklich getreu seinem Grundsatz: Jederzeit bereit und fähig zum "permanenten Gespräch" mit jeder freigewählten Regierung zu sein. Bei solch einem Dauergespräch im Bundeskanzleramt, wo es darum ging, "schmerzhafte Entscheidungen mitzutragen", also Sozialabbau zu rechtfertigen, erlitt er einen Herzinfarkt. Fromm wurde ich schuldig. Welch eine Tragik! wenn die Analogie zum Theater ausnahmsweise einmal erlaubt ist.

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Letzte Aktualisierung:  05.09.2008

                                                                              
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